Pocket-Bikes – was ist beim Kauf zu beachten?


Pocket-Bikes sind Mini-Motorräder mit einer Höhe bis 50 cm, die rasante Geschwindigkeiten erreichen können und sich bei Groß und Klein zunehmender Beliebtheit erfreuen. Ursprünglich stammen die kleinen Maschinen aus Italien, wo auch viele Hersteller zu finden sind. Immer häufiger finden sich günstige Angebote, die den Erwerb eines Pocket-Bikes schon für unter zweihundert Euro ermöglichen. Doch was ist beim Kauf eines solchen Maschinchens zu beachten, damit man möglichst lange und uneingeschränkt Spaß mit seiner Neuerwerbung haben kann?

Die meisten Bikes sind nicht für den Straßenverkehr zugelassen
Zunächst einmal muss man wissen, dass Pocket Bikes in Deutschland für den öffentlichen Straßenverkehr nicht zugelassen sind. Aus diesem Grund dürfen sie nur auf abgesperrtem Privatgelände oder auf reinen Rennstrecken unter Vereinsaufsicht gefahren werden. Will man sein Pocket Bike dennoch auch auf der Straße fahren, kann man nach Bikes mit einer Straßenzulassung Ausschau halten, von denen es mittlerweile einige Modelle gibt. Diese können mit einem Führerschein der Klasse M (ab 16 Jahren) gefahren werden. Sie sind bis zu 45 km/h schnell und die Versicherung ist geregelt wie für einen Motorroller.

Sicherheit kostet Geld und steckt im Detail
Je billiger das Pocket Bike, desto niedriger ist in der Regel der Sicherheitsstandard. Straßenzugelassene Bikes oder auch Markenfahrzeuge sind schnell zehn Mal so teuer wie die billigen Modelle für wenige hundert Euro, bieten aber deutlich mehr Sicherheit. Beim Kauf eines Bikes sollten Sie zunächst darauf achten, ob eine Betriebsanleitung in deutscher Sprache mitgeliefert wird, die Angaben zur Höchstgeschwindigkeit, Zuladung, Wartung und Bedienung enthält. Weiterhin sollte ein Typenschild vorhanden sein, damit im Falle möglicher Regressansprüche die Typangabe sowie Name und Anschrift des in Deutschland verantwortlichen Importeurs vorhanden sind.

Bei einem qualitativ hochwertigen Pocket Bike sollten heiße Oberflächen zum Schutz vor Verbrennungen ausreichend abgedeckt sein, was vor allem für den Auspuff und den Auspuffkrümmer gilt. Letzterer sollte auch nicht in unmittelbarer Nähe zum Kraftstofftank verlaufen. Es müssen zwei unabhängige Bremsen an Vorder- und Hinterrad vorhanden sein, deren Hebel sicher zu greifen sein sollten, und die eine gleichmäßige Bremswirkung aufweisen sollten. Sehr wichtig ist auch ein so genannter Notaus- oder Killschalter, mit dem man in Notsituationen schnell den Motor abschalten kann.

Die Rahmenstabilität des Pocket Bikes ist ebenfalls sehr wichtig. So sollte der Rahmen im Stand nicht nachgeben und die Rad- sowie die Lenkeraufhängungen dürfen kein Spiel haben, da ein sicheres und ruhiges Fahren sonst nicht möglich ist. Auch sollten sie auf die Schweißnähte achten, da nicht richtig durchgeschweißte Nähte dazu führen können, dass Teile brechen.

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